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China Studienreisen

Das Weltkulturerbe und Weltnaturerbe in China

Kulturlandschaft der Hani - Reisterrassen von Honghe in der Provinz Yunnan

Hani Reisterassen von Honghe

Die chinesische Kultur ist reich an Mythen und über 5.000 Jahren Geschichte. So ist es nicht verwunderlich (und sogar im höchsten Maße wichtig), dass Chinas Naturlandschaften, Kulturgüter und Bauwerke unter Schutz des UNESCO Welterbe China gestellt wurden.

Schutz dem Schönsten, was Mensch und Natur hinterlassen haben
Seit dem 23. Juni gelten nun auch die riesigen, außergewöhnlichen Reisterrassen von Honghe Welterbe Hani als UNESCO Welterbe China. Diese malerischen, wie mächtige Stufen anmutenden Reisterrassen liegen im Südwesten der Volksrepublik China in der Provinz Yunnan. Dort lebt der Stamm der Hani, einer der 26 ethnischen Minderheiten Chinas in dem autonomen Bezirk Honghe. Die Provinz Yunnan ist anderthalb Mal so groß wie ganz Deutschland, jedoch nur die achtgrößte Provinz Chinas. Die Provinz ist von eindrucksvoller, biologischer und geologischer Vielfalt geprägt.
Auch der Name ist treffend: "Yun" sind die Wolken und "Nan" bedeutet Süden – das "Land unter den südlichen Wolken". Gerade im Winter erlebt man, dass ein nahezu ständiger Wolkennebel tief in den Bergen wabert. Man findet hier in subtropischer Landschaft und entsprechend schwülem Klima gleichermaßen schneebedeckte Berge in den Hochgebirgen, wie auch Gegenden mit einschlägig üppig, grüner Vegetation.
Chinas größte Flüsse, wie der 6380 Kilometer lange Jangtsekiang, der blaue Fluss, sind hier anzutreffen.

Eine Landschaft, wie eine große Skulptur aus Wasser und Erde
Inmitten dieser abwechslungsreichen Landschaft ringen die Hani seit über einem Jahrtausend den Bergen Land für ihre wahrhaft himmlischen, oft wolkenverhangenen Reisterrassen ab. Ein höchst ausgeklügeltes, perfektioniertes Bewässerungssystem mit kleinen Schleusen versorgt das Getreide in gut 1.500 Meter Höhe mit dem lebenswichtigen Nass. Die Hani nutzen das Wasser der Bergflüsse und unterirdische Quellen. Kilometerweit dominieren diese bizarr und dennoch wunderschön anzuschauenden, arabeskenartigen Felder die Landschaft rund um die kleinen Bergdörfer aus Lehmziegel, fernab der Zivilisation. Hier gibt es keine Maschinen, keine Technik, welche den Menschen ihre schwere Arbeit erleichtert. Einzig mit Hilfe von Wasserbüffeln wird der Boden mühselig bearbeitet. Die gesamten Reisterrassen von Honghe Welterbe Hani sind rund 13.000 Hektar groß.
Damit sind die Hani Landschaftsarchitekten der besonderen Art geworden. Die wunderschöne und einzigartige Landschaft ist das Ergebnis aus der speziellen Anbaumethode, tief verwurzelten Traditionen, Brauchtum und der animistischen Religion der Hani. Sie haben keine eigene Schrift und geben ihre alte Kultur mündlich weiter.
Die Hani nennen ihre Terrassen sehr poetisch "Leitern zum Himmel".

Von Oktober bis April beginnt die Bewässerungsperiode der Reisfelder. Im Dezember ist die Aussaat von bis zu 13 verschiedenen Sorten Reis. Die Erntemonate sind ab August.
Die Hani bauen jedoch nicht nur Reis an. Sie sind komplette Selbstversorger und bewirtschaften auch zahlreiche Gemüsebeete. Meist nutzt man dazu die frisch errungenen Terrassen, dessen Erdreich drei Jahre lang sacken muss, bevor man Reis anbauen kann.
Das Leben ist urwüchsig. Gekocht wird auf einer offenen Feuerstelle mitten im Lehmziegelhaus der jeweiligen Familie. Dort wohnen und schlafen alle Familienangehörigen gleichermaßen. Im angrenzenden Stall sind die wenigen Nutztiere (Schweine, Hühner, Enten) untergebracht.

Noch sind die traditionelle Art des Reisanbaus und die jahrhundertealten Bräuche der Hani lebendig. Aber viele der Jüngeren wandern in die Städte ab, auf der Suche nach einem komfortableren Leben mit fließendem Wasser aus der Leitung, Straßen, Autos und anderen modernen, technischen Errungenschaften. Die pure Gegenwelt zu der dörflich und sehr urtümlich geprägten, abgeschiedenen Heimat, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

Hoffen wir, dass die Hani nicht so ganz ihre alten Lebensweisen aufgeben. Noch ist ihr Denken spirituell erfüllt mit den Geistern der Vorfahren und den Göttern der urwüchsigen Kräfte dreier Elemente: dem Wasser, der Luft und der Erde...

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